Cuny Janssen

Indianer, Inselbewohner und ein heiliger Berg

21.01.2012 bis
04.03.2012

Im Mittelpunkt des international viel beachteten Werkes der holländischen Fotografin Cuny Janssen (geb. 1975) stehen Porträts von Kindern, die sie in ihren Büchern und Ausstellungen mit Fotografien der Landschaften verbindet oder diesen gegenüberstellt, in denen die Kinder leben. Ihre Fotografien zeichnet ein hohes Maß an Feinfühligkeit und Genauigkeit aus. Ob es nun um Landschaftsaufnahmen oder Porträts geht, stets sind die Eigenheiten des jeweiligen Ortes und die das Leben prägenden Faktoren fokussiert.

Cuny Janssen hat seit 2002 mehrere Projekte erarbeitet, die sie stets in Künstlerbüchern dokumentiert. Die abgebildeten Orte können in Mazedonien, auf der japanischen Insel Amami, der japanischen Provinz Nara, in Oklahoma oder Südafrika liegen, stets nimmt Cuny Janssen die Stimmung der mitunter spektakulären Orte in sich auf und zeigt sie in ihren Kinderporträts. Dazu schrieb Freddy Langer in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (02.07.2010): „Dabei bedient sich Cuny Janssen weder der Mittel einer sentimentalen, noch einer anklägerischen Reportagefotografie. Ihre Bilder sind vielmehr von berückender Schlichtheit. Viele wirken wie beiläufig entstanden. Die Raffinesse des Lichts, die penible Anordnung der Bildelemente oder die symbolbehafteten Details erschließen sich erst allmählich.“

So reflektiert  Cuny Janssen durch ihren präzisen, zurückhaltenden wie empathischen Blick Fragen der Identität, der äußeren Einflüsse und der Entwicklung von Persönlichkeit.

 

Cuny Janssen zeigt in dieser Ausstellung Bilder aus der Serie Amami, My Grandma Was A Turtle und der bislang noch nie gezeigten Serie Yoshino.